Der Feuerdorn

Auf dem sonntäglichen Weg zum Bäcker steht eine kleine Hecke mit Feuerdorn, Pyracantha, aus der Familie der Rosengewächse.
Gestern war sie noch voll mit kleinen, kugelförmigen Blütenknospen. Heute waren die meisten davon geöffnet, zeigten nun zarte weiße Blüten. Drumherum flog ein hungriges Volk von großen und kleinen Bienen und Hummeln. Ein älterer Herr schaute sich ebenfalls dieses schöne Bild an und meinte, „das ist ein Restaurant für die Bienen“. Um den Charakter der Blüten zu betonen, entschied ich mich für eine Bearbeitung in Schwarz/Weiß.

Denn auch das möchte ich zeigen, dass jede Pflanze einen ihr eigenen Charakter hat, ein Wesen ist, welches ihr Leben mit unserem Dasein, hier auf diesem Planeten, teilt.

The sleeping Rose-Garden

Der Rosengarten auf dem Ohlsdorfer Friedhof, welcher einer der größten Parkfriedhöfe der Welt ist, ist zugleich auch einer meiner Lieblingsorte. Zu jeder Jahreszeit bietet er Ruhe und auch etwas von Geborgenheit. Im Winter ist es nochmals etwas ruhiger, weil weniger Menschen zu Spaziergängen unterwegs sind. Der Garten selber wurde für einen Herrn Cordes angelegt, der maßgeblich an der Gestaltung des Friedhofes beteiligt war. Mich erfreut immer wieder das wunderbare Panorama unterschiedlicher alter Baumsorten, die sich dort mit anderen Wesen den Lebensraum teilen. Insgesamt auch ein Sanctuary, hier an der Grenze zwischen Leben und Tod…

Sunny Afternoon

Lange stand der kleine Topf mit Flieder recht unbeachtet in einer Balkonecke, bis ich ihn zusammen mit einem Efeu in unseren alten grünen Mülleimer pflanzte. Dieses Jahr wächst er schon schön breit, mit diesen wundervollen Blütenständen. Dazu verströmt er einen schweren betörenden Fliederduft. Und dies alles findet Platz auf unserem kleinen Balkon

Dark Morning

Eines Samstagmorgen, auf dem Rückweg vom Bäcker, machte ich einen Umweg durch einen Kleingarten-Verein. Dort überraschte mich eine Ligusterhecke mit taufrischen schwarzen Beeren.

Für mich war dieser kleine Umweg wie eine Meditation im Gehen, mit Kamera: Eine Foto-Meditation…

Wurmfarn

Mitten im Garten der giftigen Pflanzen stand versteckt eine feine Holzbank, auf der ich mich etwas ausruhte. Um mich herum entrollten sich die Blätter des Wurmfarns, diese besonders kleidsam im Sonnenlicht.

Vor langer Zeit lebten die Farne als riesige Bäume in weitläufigen Farnwäldern. Nachdem sie nach einer großen Katastrophe zusammen mit den Dinosaurieren von der Erdoberfläche verschwanden, blieben nur noch kleine Exemplare zurück, die im Schatten der aufstrebenden Nackt- und Bedecktsamer um ihre Existenz kämpften, da sie genetisch auf Sonnenlicht angewiesen waren. Irgendwann gelang es einem Farn Gene von einem Hornmoos zu erhalten, vermutlich durch sogenannte springende Gene. Diese Gensequenz lieferte den Code für die Proteine eines Lichtsensors, der hocheffizient Photosynthese auch mit weniger Licht, im Schatten,  betreiben konnte.